Der Nachbarschaftsraum 9
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März 2026: Die Fusion ist beschlossen
Die evangelischen Kirchengemeinden in der Frankfurter Stadtmitte werden zu Beginn des kommenden Jahres fusionieren. Dies haben die Kirchenvorstände der bisherigen Gemeinden St. Katharinen, St. Peter, St. Paul und Gethsemane Anfang der Woche einstimmig beschlossen. Angesichts von ehrgeizigen Einsparzielen und rückläufigen Mitgliederzahlen wollen die Gemeinden ihre Kräfte und Angebote bündeln, freuen sich aber auch auf neue Chancen in einem engeren Miteinander.
Der vollständige Name der neuen Gemeinde lautet „Evangelische Innenstadtgemeinde Frankfurt“. Ihr werden ca. 7.322 Mitglieder angehören (Stand 31.01.2026). Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) muss Fusion und neuem Namen noch formell zustimmen.
„Wir sind voller Freude und tief dankbar, dass unsere gemeinsame Arbeit nach über zwei Jahren intensiven Austauschs so erfolgreich war“, erklärte die Steuerungsgruppe des Fusionsprozesses. „Jede und jeder von uns hat sich eingebracht, und nur durch gegenseitiges Verständnis und Kompromissbereitschaft konnten wir das wichtige Ziel erreichen. Dieses Miteinander zeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist und wie viel wir gemeinsam bewegen können.“
Zur Gemeinde gehören vier prominente evangelische Kirchen im Stadtzentrum und im Nordend: die Alte Nikolaikirche am Römerberg, die St. Katharinenkirche an der Hauptwache, die Gethsemanekirche an der Eschersheimer Landstraße und die Epiphaniaskirche (Oederweg/Ecke Holzhausenstraße). Gottesdienste werden in all diesen Kirchen weiterhin stattfinden.
Die Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten schon heute im Team; allerdings werden sie weniger: Statt bisher fünf Pfarrstellen sollen es bis 2030 nur noch 3,5 Stellen sein. Zusammen mit zwei hauptamtlichen Kirchenmusikern und einer Gemeindepädagogin bilden sie das sogenannte Verkündigungsteam.
Das zentrale Gemeindebüro befindet sich ab 2027 an der Gethsemanekirche (Eckenheimer Landstraße 90), wo es mit der U-Bahn gut zu erreichen ist. Überhaupt werden Gebäude künftig gemeinsam genutzt. So probt z.B. die Kantorei von St. Katharinen ebenso wie die Epiphaniaskantorei im Gemeindesaal der Epiphaniaskirche am Oederweg; die Räume der bisherigen Paulsgemeinde in der neuen Altstadt (Hinter dem Lämmchen 8) werden von kleineren Gruppen genutzt.
Wie überall in den beiden großen Kirchen ist auch in Frankfurt die Zahl der Gemeindemitglieder zurückgegangen. In den vier Innenstadtgemeinden sank sie in den vergangenen zehn Jahren um 2.503 (rund 26 Prozent).
Pressemitteilung vom 12. März 2026
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ab 1.1.2027 - die neue Gemeinde hat einen Namen: Evangelische Innenstadtgemeinde Frankfurt am Main
"Evangelische Innenstadtgemeinde Frankfurt am Main" - so soll der Name der fusionierten neuen Kirchengemeinde heißen, zu der sich St. Katharinen, St. Peter, St. Paul und Gethsemane zusammenschließen wollen. Darauf einigten sich am 04.02.2026 die Kirchenvorstände der vier Gemeinden. Wichtig war ihnen, eine klare Erkennbarkeit und lokale Verortung, auch das städtische Moment sollte zum Ausdruck kommen.
In der Diskussion der rund 50 von Gemeindemitgliedern eingereichten Namensvorschläge hatte auch die "Evangelische Peter und Paulsgemeinde Frankfurt" viele Unterstützer. Gegen diesen traditionellen Namen sprach aber letztlich, dass keine der Gemeindekirchen nach den Aposteln benannt ist (dafür aber zwei Kirchen, die nicht zum Gemeindezusammenschluss gehören), dass viel erklärt werden muss, um das Zustandekommen des Namen zu verstehen und dass zwei der jetzigen Gemeinden im Namen nicht vorgekommen wären.
Beeindruckt zeigten sich die Kirchenvorstände noch einmal von den kreativen Vielfalt der Namensideen, die Ende des vergangenen Jahres eingeschickt worden waren.
Der Fusionsvertrag der vier Gemeinden, der auch den neuen Namen enthält, ist nunmehr in der Endabstimmung. In einer "großen" Gemeindeversammlung am 1. März in der Gethsemanekirche wird der Entwurf den Gemeindemitgliedern vorgestellt.
Vier Gemeinden in der Innenstadt von Frankfurt wachsen zusammen
Die St. Katharinengemeinde, die St. Petersgemeinde, die Gethsemanegemeinde und St. Paulsgemeinde bilden ab 2027 eine neue große Gemeinde mit der Katharinenkirche, Epiphaniaskirche, Gethsemanekriche und der Alten Nikolaikirche.
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Seit 2024: Vier Gemeinden - ein Nachbarschaftsraum
Die Gemeinden im NabI9 sollen enger zusammenarbeiten und Ressourcen gemeinsam nutzen. Hauptamtliche, also Pfarrpersonen, die Gemeindepädagogin sowie Kirchenmusiker und -musikerinnen, sollen künftig nicht nur für ihre Ursprungsgemeinde tätig sein, sondern perspektivisch auch Aufgaben in den anderen Gemeinden übernehmen.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) befindet sich mitten in einem Zukunftsprozess. Angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen und knapper werdender Ressourcen hat sie im Jahr 2019 mit dem Projekt EKHN2030 begonnen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die EKHN will sich als offene, Mitglieder- und Gemeinwesenorientierte Kirche weiterentwickeln. Ihr Anspruch ist es dabei, eine öffentliche Kirche, nah und in vielfältiger Weise bei den Menschen zu sein und Menschen miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig gilt es, angesichts künftig deutlich geringerer Kirchensteuereinnahmen Möglichkeiten zu finden, die Haushaltsausgaben bis 2030 um 140 Millionen Euro strukturell zu reduzieren.
So gestalten nun die Gethsemanegemeinde, die St. Katharinengemeinde, die St. Petersgemeinde und die St. Paulsgemeinde zusammen in Nachbarschaftsraum 9 – Innenstadt (NabI9) die Zukunft der evangelischen Gemeindearbeit in der Frankfurter Kernzone.