Zur Ewigkeit - Mozart-Requiem in Epiphanias

Zur Ewigkeit - Mozart-Requiem in Epiphanias

Zur Ewigkeit - Mozart-Requiem in Epiphanias

# Kirchenmusik

Zur Ewigkeit - Mozart-Requiem in Epiphanias

Wolfgang Amadeus Mozarts letztes und wohl berühmtestes Werk ist sein Requiem d-Moll (KV 626). Da der Kompositionsauftrag durch einen „unbekannten Boten“ (aus dem Jenseits?) erfolgte und Mozart über der Komposition verstarb, hat das Werk reichlich Anlass zur Mythenbildung gegeben. Seine Witwe Constanze beauftragte  zunächst heimlich seinen Schüler Franz Xaver Süßmayr, das Werk zu vervollständigen, um das volle Honorar zu erhalten. Süßmayrs Fassung erklingt im Konzert der Epiphaniaskantorei am Ewigkeitssonntag, 23. November, um 18 Uhr.

Die Aufführung erfolgt in historischer Stimmung (a'=430Hz). Es musiziert die Capella Epiphania, die Soli singen Kathrin Herrmann (Sopran), Guénaelle Mörth (Alt), Konstantin Glomb (Tenor) und Johannes Wilhelmi (Bass).Die Leitung hat Kantor Maximilian Bauer. 

Zusätzlich zum Requiem singt die Kantorei a-capella Werke, die im Zusammenhang mit den Katastrophen des 20. Jahrhundert entstanden sind und die den Blick aufs Jenseits richten: zwei „Songs of Farewell“ des englischen Komponisten Hubert Parry, zwei Sprüche aus Hugo Distlers „Totentanz“ sowie „Trois beaux oiseaux du Paradis“ „Drei schöne Vögel aus dem Paradies“) von Maurice Ravel.

Charles Hubert Hastings Parry komponierte die „Songs of Farewell“ 1916-18 gegen Ende seines Lebens, als er seine Kompositionsstudenten reihenweise in den Krieg ziehen und nicht wiederkommen sah. Zudem verschlechterte sich seine Gesundheit und der Krieg traf ihn als Freund der deutschen Kultur zusätzlich. Dementsprechend thematisieren die vertonten Gedichte den Kampf mit der Vergänglichkeit und die Sehnsucht nach Erlösung durch den Tod.

Auf ähnliche Weise verarbeitete Maurice Ravel 1914-15 in „Trois Chansons“ seine persönliche Verzweiflung über Ausbruch des ersten Weltkriegs. In dem hier erklingenden Stück wartet eine junge Frau auf ihren Geliebten, der in den Krieg gezogen ist. Drei Vögel in den französischen Nationalfarben verkünden ihr allerdings seinen Tod.

1934 komponierte Hugo Distler seinen „Totentanz“ nach den Sprüchen und Motiven des mittelalterlichen Lübecker Totentanzes. Auch wenn Distlers Verhältnis zum Nationalsozialismus jahrelang von Anpassung und Konflikt bestimmt wurde, transportiert die Komposition bis heute die Erinnerung an die Zerstörung der Lübecker Marienkirche im Krieg und Distlers Selbstmord 1942.

Noch gibt es Karten: zu 25, 20 und 15 Euro auf www.frankfurtticket.de

                                                                                               MAXIMILIAN BAUER                                                        



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