Paulsgemeinde-Kindergarten schließt

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# Nikolaikirche-Nachricht

Paulsgemeinde-Kindergarten schließt

Nach 69 Jahren ist der ehemalige Kindergarten der St. Paulsgemeinde in der Großen Fischerstraße ab dem 1. August Geschichte.

Einen Kindergarten hatte es in der Kirchengemeinde bereits ab 1933 gegeben.

Damals war die Einrichtung mit 40 bis 45 Kindern im Vereinshaus Westend der Inneren Mission in der Neuen Schlesingergasse untergebracht. Leiterin war eine Schwester des Frankfurter Diakonissenhauses, in dem lange Erzieherinnen ausgebildet wurden. Im Jahr 1941 übernahm die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt den Kindergarten – wie auch alle anderen evangelischen Kindergärten der Stadt.

Im Frühjahr 1956 begann auf dem Gelände südlich des zerstörten Leinwandhauses der Bau eines neuen Kindergartens. Im August 1957 wurde die Einrichtung für 60 bis 70 Kinder eingeweiht. Bis 1971 gab es im Erdgeschoss noch eine Wohnung für die Leiterin, ein 16 Quadratmeter kleines Zimmer.

Seit 2024 ist das Diakonische Werk Träger des Kindergartens, nicht mehr die St. Paulsgemeinde. Die Entscheidung, die Kita St. Pauls jetzt zu schließen, kommt nicht überraschend. Das kleine Gebäude

entspricht nicht mehr aktuellen Standards, das Außengelände war von Anfang an sehr knapp bemessen. Ein Neubau an gleicher Stelle kam nicht infrage. In der Innenstadt nimmt die Zahl der Kinder ab, und ein Betrieb mit nur zwei Gruppen und 40 Kindern wie heute gilt als zu teuer.

Die verbliebenen Kinder besuchen künftig die Kindertagesstätte der Gethsemanegemeinde, die zurzeit an der Friedberger Anlage untergebracht ist.

Carsten Schwöbel

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